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(de) France, UCL AL #374 - Umwelt - Ille-et-Vilaine: Ein Krematoriumsprojekt sorgt für Zündstoff! (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]

Date Thu, 8 Oct 2026 08:34:21 +0300


In der Nähe von Fougères hat ein geplantes Krematorium Umwelt- und Bürgerinitiativen auf den Plan gerufen. Grund für den Widerstand ist die Befürchtung, dass das Vorhaben die Trinkwasserreserven der Region gefährden könnte. Das administrative Durcheinander veranschaulicht gut, wie Entscheidungen zustande kommen: Während sich verschiedene Beratungsgremien gegen das Projekt aussprechen, fallen die eigentlichen Entscheidungen in einem kleinen Kreis - und können sich glücklicherweise durchaus an den Forderungen der lokalen Bevölkerung orientieren.

Rodolphe Hameau, Bürgermeister von Saint-Germain-en-Coglès bei Fougères, griff die Idee zum Bau eines Krematoriums auf. Zwar war der Bedarf erkannt worden und die umliegenden Gemeindeverbände hatten bereits Überlegungen angestellt, doch das Projekt kam nicht voran - Hameau kam ihnen zuvor.

Ein neues Projekt mit Auswirkungen auf die lokale Umwelt... Bereits das Gutachten eines Hydrogeologen, das anlässlich der Erschließung des Gewerbegebiets (wo das Krematorium entstehen sollte) erstellt worden war, deutete auf eine problematische Standortwahl hin, auch wenn es unter zahlreichen Vorbehalten eine positive Einschätzung abgab. Dennoch wurde dieses Gutachten nicht in die Unterlagen für das öffentliche Anhörungsverfahren im Jahr 2025 aufgenommen - warum? Vermutlich, weil es einen weiteren, höchst problematischen Umstand offenlegte: Wie die Studie festhielt, war das Abwassernetz bereits unterdimensioniert und für die damals geplanten Aktivitäten im Gewerbegebiet unzureichend konzipiert.

Dennoch wurde Ende 2025 unter wenig transparenten Umständen eine Baugenehmigung erteilt - und das, obwohl ein Bündnis aus einer Bürgerinitiative und zwei Umweltverbänden vehement gegen das Projekt mobil machte. Ihr Leitmotiv war einfach, aber unmissverständlich: "Ja zum Krematorium, aber nicht hier." Papillon - SDT-Ausschuss von Fougères
Das Projekt befindet sich in einem Gebiet, das zum erweiterten Einzugsgebiet einer Trinkwassergewinnungsanlage gehört. Auch wenn das Argument der Verschmutzungsgefahr für das Gebiet und das geförderte Wasser für sich genommen bereits ausgereicht hätte, um sich gegen das Projekt zu stellen, kamen im weiteren Verlauf noch andere Gründe hinzu. Bleiben wir beim Kern des Widerstands: Diese Wassergewinnungsanlagen werden zu 20 % ihrer Kapazität für die Trinkwasserversorgung der Stadt Rennes genutzt; der übrige Teil dient als Trinkwasserquelle für die Region. Diese 20 % des Trinkwassers werden von der Organisation "Eau du bassin rennais-collectivité" verwaltet, die sich gegen das Projekt ausgesprochen hat. Parallel dazu gab auch die regionale Gesundheitsbehörde (ARS) eine ablehnende Stellungnahme ab. Hinzu kam die Stellungnahme der lokalen Wasserkommission. Insgesamt drei ablehnende Voten, die im öffentlichen Untersuchungsverfahren jedoch keine Berücksichtigung fanden! Demgegenüber beharren der Bürgermeister und der Projektträger stur auf ihrem gemeinsamen Vorhaben, das Projekt durchzusetzen, und spielen dabei die fundierten Gegenargumente herunter.

Besonders bemerkenswert - und mit einem seltsamen, beunruhigenden Beigeschmack versehen - ist das Fazit der für das Untersuchungsverfahren zuständigen Kommissarin: Sie sprach sich für das Projekt aus! Dies verdeutlicht, wie viel Vertrauen man öffentlichen Untersuchungsverfahren entgegenbringen kann. Diese kommen nur selten zu negativen Ergebnissen und befürworten mehrheitlich Projekte mit der Begründung, sie würden dem Wachstum dienen. In letzter Instanz gab der Departementsrat für Umwelt und Gesundheitsrisiken einstimmig - ein äußerst seltener Vorgang - eine ablehnende Stellungnahme ab. Daraufhin legte der Präfekt im Juni 2026 sein Veto ein. Der Projektentwickler und die Gemeinde haben nun zwei Monate Zeit, Rechtsmittel einzulegen. Sollte es dazu kommen, wird die Stellungnahme der Untersuchungsbeauftragten berücksichtigt werden.

Zum Teufel mit all den anderen beratenden Gremien - es lebe die Demokratie! Papillon (Lokalkomitee von "Les Soulèvements de la Terre" in Fougères)

https://www.unioncommunistelibertaire.org/?Ille-et-Vilaine-Un-projet-de-crematorium-qui-met-le-feu
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