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(de) France, Monde Libertaire - Geschichtsseiten Nr. 130: Die Verhaftung, die Lager, der Widerstand (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
Date
Tue, 28 Jul 2026 07:17:36 +0300
Drei Bücher bieten eine neue Perspektive auf die Geschichte der
Deportationen und werfen ein neues Licht auf das Thema. Zunächst eine
neue Perspektive durch die Fotografie. Lior Lalieu und Jean-Marc Dreyfus
haben den Katalog zu einer Ausstellung in der Shoah-Gedenkstätte
veröffentlicht. Er vereint 98 bisher unveröffentlichte Fotografien der
ersten Massenverhaftung von Juden im Jahr 1941. Am 14. Mai 1941 wurden
mehr als 3.747 Männer auf Ersuchen der Vichy-Behörden zu Pariser
Polizeistationen vorgeladen. Verhaftet und in Pithiviers und
Beaune-la-Rolande interniert, gehörten sie zu den ersten, die 1942 nach
Auschwitz deportiert wurden. Die Geschichte war bekannt und
dokumentiert, doch die Entdeckung einer Reihe völlig neuer Fotografien
von Harry Croner, damals ein deutscher Soldat im Dienste der Propaganda,
hat die Darstellung grundlegend verändert. Der Fotograf selbst ist
Gegenstand einer Studie. Da er väterlicherseits jüdischer Abstammung
war, gelang es ihm, seine Identität zu verbergen. Er wurde zum
Fotodienst der Wehrmacht eingezogen, bis seine Identität aufgedeckt und
er entlassen wurde. 1944 wurde er interniert, bevor er nach 1945 in
Westdeutschland eine Karriere als Fotograf begann. Seine Fotografien
blieben unveröffentlicht. Sie belegen eindrücklich die Rolle von Polizei
und Gendarmerie bei den Verhaftungen und zeigen Momentaufnahmen der
Verhaftungen selbst, des Wartens vor dem Gymnasium in Japy, einem der
Hauptsammelpunkte, und später in den Durchgangslagern der Loiret-Region.
Dieses bemerkenswerte Werk wird durch eine herausragende historische
Perspektive eines der führenden Experten ergänzt.
Eine neue Perspektive kommt hinzu: Józef Garlinski war zunächst aktives
Mitglied des polnischen Widerstands, bevor er zu einem seiner ersten
Historiker wurde. Geboren 1913 in eine Juristenfamilie, wurde er nach
seinem Jurastudium 1939, wie sein Vater, der in Katyn von den Sowjets
ermordet wurde, zur Armee eingezogen. Nach seiner Demobilisierung
schloss er sich zunächst einer bewaffneten Widerstandsgruppe an, die
später in die AK (Heimatarmee), die Hauptstreitmacht im Kampf gegen die
deutsche Besatzung, eingegliedert wurde. 1943 wurde er aufgrund eines
ähnlichen Namens, während er im Nachrichtendienst tätig war, verhaftet,
nach Auschwitz deportiert und anschließend in andere Lager verlegt. 1947
floh er aus Polen, ließ sich in London nieder und begann, zahlreiche
Bücher über den polnischen Widerstand und Romane zu schreiben. Ab 1967
war er zudem eine führende Figur der polnischen Dissidentenbewegung.
„Freiwilliger für Auschwitz“ zählt zu seinen wichtigsten Werken. Darin
erinnert er an Witold Pilocki, der sich 1940 freiwillig nach Auschwitz
deportieren ließ, um zu erfahren, was die Nazis dort organisierten. Dort
baute er ein Informations-, Widerstands- und Fluchtnetzwerk auf. 1943
gelang ihm die Flucht, und er übergab den Alliierten einen detaillierten
Bericht über die Funktionsweise des Konzentrationslagersystems. Im
folgenden Jahr beteiligte sich Pilocki am Warschauer Aufstand. Er wurde
1948 von der sowjetischen politischen Polizei verhaftet und
hingerichtet. Auf Grundlage seiner Aussage, die durch die zahlreicher
anderer Mitglieder der Heimatarmee bestätigt wird, wird die Geschichte
des Konzentrations- und Vernichtungslagers rekonstruiert. Dabei werden
die Überlebensbedingungen beleuchtet und die verschiedenen Phasen der
Ermordung der Deportierten von ihrer Ankunft an analysiert.
Endlich eine Erneuerung durch Zeugenaussagen.
Benjamin Jacobs, geboren als Berek Jakubowitz, kam 1919 in einem Schtetl
in Ostpolen zur Welt. Nach dem Bruch des deutsch-sowjetischen Paktes
wurde er zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder verhaftet. Sie
wurden zunächst nach Buchenwald, dann nach Dora und schließlich nach
Auschwitz deportiert. Der junge Medizinstudent verdankte sein Überleben
im Lager seiner Fachrichtung. Er war einem Krankenhaus zugeteilt und
versuchte verzweifelt, den entmenschlichten Gefangenen ein Mindestmaß an
Menschlichkeit zurückzugeben. In diesen kleinen, alltäglichen Gesten, in
einer Welt, die nicht mehr alltäglich war, blieb ein Hoffnungsschimmer
bestehen, zusammen mit dem Gefühl, dass Brüderlichkeit nicht ausgelöscht
werden konnte.
Die Green-Ticket-Rallye
Lior Lalieu und Jean-Marc Dreyfus
Calmann Lévy 2026, 176 Seiten, 22 €
Freiwilliger für Auschwitz
Jozef Garlinski
Nouveau Monde 2026, 406 Seiten, 23,90 €
Der Zahnarzt von Auschwitz
Benjamin Jacobs
Tallandier 2026, 414 Seiten, 22,90 €
https://monde-libertaire.net/?articlen=9045
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(de) France, OCL CA #361 - Ein Ernährungssicherungssystem? Eine seltsame Idee. (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
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(en) Italy, Umanitanova: Let's stop the authoritarian grip, let's multiply our struggles and solidarity. (ca, de, it, pt, tr)[machine translation]
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