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(de) France, Monde Libertaire - Leitartikel aus ML Nr. 1881: Warten auf die kommunistischen Kalender... (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]

Date Sat, 2 May 2026 09:20:11 +0300


Die eingefleischten Verfechter der großen Revolution, die Marxisten und selbst jene Libertären, die auf DIE Revolution als Voraussetzung für den geringsten Anflug von sozialem Wandel schwören, haben alles versucht, einen Teil der anarchistischen Tradition zu verschleiern: Sie bezeichneten ihre Ideen als utopisch, als Obsessionen und degradierten praktische Versuche zu lächerlicher Folklore... Und doch! Ein Großteil dieser Ideen tritt nun mehr denn je aus dem Schatten hervor. Welche? - Jene, die von den Genossen vertreten werden, die vom Prinzip ausgehen, dass Anarchismus für heute ist, nicht erst in hundert Jahren. Diese Libertären, oft aus den Reihen individualistischer Anarchisten, weigerten sich, ihre Gegenwart der Zukunft zu opfern und ihr Leben dem Streben nach einem kollektiven, unausweichlichen Ziel zu widmen, das unweigerlich kommt. Sie entwickelten Konzepte, auf die sich viele Akteure zeitgenössischer emanzipatorischer Bewegungen noch heute stützen. Aus diesen wirksamen aktivistischen Praktiken gingen Konzepte hervor (wenn auch manchmal vom Kapitalismus vereinnahmt), wie fairer Handel, Genossenschaften, Veganismus, freie Gemeinschaften, zinsgünstige Kredite, alternative Bildungswege und freie Gewerkschaften. Für viele sind diese Ideen jedoch mittlerweile so tief in unseren Gewohnheiten verankert, dass sie, von unserer Gesellschaft übernommen, als Siege gelten (die es zu verteidigen gilt).

Schritt für Schritt dem anarchistischen Ideal innerhalb eines entfremdenden bürgerlichen Gesellschaftsrahmens näherzukommen, ist keine leichte Aufgabe. Dies kann bedeuten, mit den von den Machthabern geschürten Vorurteilen, dem Druck einer ultra-hierarchischen Arbeitswelt und der Konsummentalität zu leben oder zumindest anders damit umzugehen.

Angesichts einer globalen reaktionären Gegenoffensive mögen diese wirksamen und konkreten Initiativen, wie bereits erwähnt, lächerlich oder utopisch erscheinen. Doch gerade bescheidene Erfolge sind von größter Bedeutung; sie sind lebendige Beispiele dafür, dass etwas anderes möglich ist, sie weisen Wege in die Zukunft, geben Anregungen. Selbst im Ozean des autoritären Kapitalismus, inmitten der Flut rechtsextremer Medien, ist ein kleiner Lichtblick, der von einer Gruppe Gleichgesinnter erzeugt wird, die sich zusammenschließen, um eine Gemeinschaftsküche oder eine Bibliothek zu gründen, wohltuend. Befreiend.

Wie E. Armand zu Beginn des 20. Jahrhunderts sagte: "Leuchttürme haben ihren Zweck. Wir warten nicht, bis das Meer verschwindet, bevor wir sie anzünden."

https://monde-libertaire.net/?articlen=8868
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