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(de) Italy, FAI, Umanita Nova #8-26 - NATO-Debatte unter Druck. Krieg, Parlament und das Schweigen zu US-Basen (ca, en, it, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]

Date Wed, 15 Apr 2026 08:58:46 +0300


Am Mittwoch, dem 11. März, debattiert das italienische Parlament erneut über die Eskalation des Krieges im Nahen Osten nach dem US-amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran am 28. Februar. Doch schon jetzt zeichnet sich ein deutlicher Widerspruch in den dem Parlament vorgelegten Resolutionen ab: Während der Konflikt die Gefahr birgt, sich auf die gesamte Region auszuweiten, bewegt sich die italienische politische Debatte weiterhin innerhalb der Grenzen des Atlantischen Bündnisses und vermeidet sorgfältig die Frage der Militärbasen in der Region. Kurz gesagt: Die von den Fraktionen eingebrachten Resolutionen verdeutlichen die Grenzen der italienischen politischen Debatte: Energie und Sicherheit werden zwar diskutiert, doch die Frage der Militärbasen und Italiens Rolle in den NATO-Kriegen bleibt im Hintergrund.

Hinter den Forderungen nach "Deeskalation" und der Notwendigkeit einer diplomatischen Lösung zeichnet sich eine gemeinsame Linie ab: die Bestätigung der Übereinstimmung Italiens mit dem strategischen Rahmen der NATO, die Stärkung der europäischen Militärpräsenz und vor allem die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Konflikts.

Es ist kein Zufall, dass der Krieg in der Parlamentsdebatte oft als innenpolitisches Thema erscheint: steigende Energiepreise, die Sicherheit der in der Region stationierten italienischen Soldaten und der Schutz von Bürgern, die in den Golfstaaten arbeiten. Der Konflikt selbst - seine Legitimität, der Verstoß gegen das Völkerrecht und die Gefahr eines neuen regionalen Krieges - bleibt im Hintergrund.

Nur wenige Resolutionen thematisieren explizit den Angriff auf den Iran und dessen völkerrechtlichen Rahmen, ja werfen sogar die Frage nach der möglichen Nutzung von US-Militärbasen in Italien auf. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Republik und taucht immer wieder auf, wenn ein neuer Konflikt das Mittelmeer direkt oder indirekt betrifft.

Genau dies ist der am meisten verdrängte Punkt in der italienischen politischen Debatte. Vom Krieg in Jugoslawien bis zu den Kriegen im Irak, in Afghanistan und in Libyen waren die Stützpunkte Aviano, Sigonella und Camp Darby zentrale Knotenpunkte der US-Militärpräsenz im Mittelmeerraum und im Nahen Osten. Dieser Mechanismus operiert oft weitgehend unbemerkt von parlamentarischer Kontrolle und mit minimaler öffentlicher Debatte.

Sollte die Krise mit dem Iran weiter eskalieren, würde dieses Thema unweigerlich wieder in den Mittelpunkt rücken. Doch genau hier droht die parlamentarische Debatte ihren größten Fehler zu offenbaren: die Diskussion über den Krieg, ohne das System der Bündnisse und der militärischen Abhängigkeit, das Italien zu einem integralen Bestandteil dieses Systems macht, wirklich zu hinterfragen.

Solange Italien mit ausländischen Stützpunkten übersät und in den NATO-Militärapparat integriert ist, läuft jede parlamentarische Diskussion über den Krieg Gefahr, eher einer stillschweigenden Anerkennung als einer echten politischen Entscheidung zu gleichen.

Totò Caggese

https://umanitanova.org/quando-la-cura-e-resistenza-ravenna-proibito-certificare-inidoneita-a-cpr/
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