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(de) France, UCL AL #372 - Gewerkschaftsbewegung - Rassistische und Sparhaushalte: Der Kampf an den Universitäten flammt wieder auf (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]

Date Sun, 2 Aug 2026 08:07:38 +0300


Am Montag, dem 20. April, kündigte der Minister für Hochschulbildung an, Studiengebühren in Höhe von mehreren Tausend Euro für Studierende aus Nicht-EU-Ländern zu erheben. Diese rassistische Maßnahme ist nicht neu: Angesichts der geplanten Zerschlagung des öffentlichen Hochschulsystems suchen Universitätspräsidenten seit Jahren verzweifelt nach Finanzierungsmöglichkeiten, um ihre Defizite zu reduzieren, indem sie die am stärksten gefährdeten Studierenden ins Visier nehmen. Ein Beispiel dafür ist die Universität Paris 1.

Schon vor den Ankündigungen des Ministers hatte die Universitätsleitung von Paris 1 beschlossen, der extremen Rechten als Sprungbrett zu dienen, indem sie einen rassistischen und Sparhaushalt verabschiedete. Um ihr 300.000 Euro teures privates Treppenhaus und ihren neuen, mit Kameras ausgestatteten Campus zu finanzieren, führte sie eine Bevorzugung von Studierenden aus Nicht-EU-Ländern ein und erhöhte die Studiengebühren für Studienanfänger von außerhalb der EU um das Fünfzehnfache. Sie beschloss außerdem, Studiengebühren für die prekär beschäftigten Lehrkräfte einzuführen: Gehaltskürzungen reichten nicht mehr aus; nun sollten sie sogar für ihre Arbeit bezahlen!

Angesichts dieses beschämenden Budgets wurden alle institutionellen Möglichkeiten ausgeschöpft. Trotz des deutlichen Widerstands der überwiegenden Mehrheit der Universitätsangestellten, Studierenden und der wichtigsten Gewerkschaften verweigerte die Universitätsleitung jeglichen Dialog. Sie ging sogar so weit, die Polizei auf das Universitätsgelände zu rufen, um eine Generalversammlung vor den Fenstern einzuschüchtern.

Ein beispielhafter, aber unzureichender Kampf. Glücklicherweise war damit nicht Schluss. Die von diesen Maßnahmen Betroffenen ergriffen selbst die Initiative und organisierten den Kampf. So bauten beispielsweise prekär beschäftigte Lehrkräfte eine massive Streikbewegung auf, um die Notenvergabe zu verweigern. Auch Studierende organisierten Generalversammlungen und Kampagnen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

Es wurde zudem eine Koordination zwischen allen Bewegungen eingerichtet, um sicherzustellen, dass die Last des Streiks nicht auf den Schultern der Verwaltungsangestellten lastete. Diese sind oft Geringverdienerinnen und daher anfälliger für Belästigungen und Druck seitens ihrer Vorgesetzten. Gewerkschaften, insbesondere Sud Éducation und CGT Doctorantes, unterstützten den Kampf und erleichterten dessen Selbstorganisation: Sie buchten Besprechungsräume, organisierten Bürobesuche, um die Probleme mit Kollegen zu besprechen, und so weiter.

Leider führte die Bewegung nur zu einem Teilerfolg, der lediglich geringfügige Änderungen der Maßnahme zur Folge hatte. Der Autoritarismus der Universitätsverwaltung und die Erschöpfung nach mehreren Monaten tragen dazu bei, sind aber nicht die einzigen Gründe. Die Schwäche der Studierendenbewegung, geschwächt durch den Zusammenbruch studentischer Organisationen und die mangelnde Unterstützung durch Professoren mit unbefristeten Verträgen, verhinderte, dass die von prekär Beschäftigten angeführte Bewegung an Dynamik gewann. Diese Beschäftigten wurden zudem Opfer von individuellem Druck und Erpressung. Schließlich erschwerten strategische Spannungen zwischen den Radikalsten und jenen, die ihre Kräfte für einen späteren Kampf aufsparen wollten, die letzten Generalversammlungen.

Wieder einmal zwang das Fehlen einer nationalen Bewegung und der Stellvertreterstreik der "linken" Bourgeoisie die prekär Beschäftigten dazu, die Hauptlast dieser radikalen Bewegung allein zu tragen. Ein Hoffnungsschimmer: Die Gewerkschaften haben sich gestärkt, und eine neue Generation von Aktivisten ist herangewachsen. Werden sie die nächsten Kämpfe gestalten?

Hugo (UCL Paris Nord Est)

https://www.unioncommunistelibertaire.org/?Budgets-racistes-et-austeritaires-Relancer-la-lutte-dans-les-facs
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