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(de) Brazil, Capixaba, FACA: Prekäres Leben, erhobene Faust: Organisieren oder untergehen (ca, en, it, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]

Date Wed, 10 Jun 2026 07:43:11 +0300


Genug. Genug vom Warten auf den Heilsbringer im Anzug, die Gewerkschaft Hand in Hand mit dem Chef, den Politiker, der uns die Hand reicht, während der andere uns in den Rücken fällt. Genug vom Zuschauen, vom Jammern, vom Teilen von Meinungsartikeln und dem Glauben, dies sei ein Kampf. Passivität ist unser wahrer Henker. Sie ist der Speichel, der die Guillotine schmiert. ---- Seht euch um. Prekäre Lebensverhältnisse sind kein Zufall, sie sind geplant. Euer Gehalt, das nicht einmal für Fleisch reicht, eure Miete, die drei Viertel des Monats verschlingt, eure Lebenszeit, eingetauscht gegen Krümel und ein Burnout-Zertifikat - alles orchestriert. Kriege sind nicht der Wahnsinn Einzelner: Sie sind Geschäft. Jede Bombe, die in der Ferne explodiert, wird von denselben Banken finanziert, die euch Kredite verweigern, von denselben Fonds, die eure Schulden aufkaufen, von denselben Regierungen, die uns als "Bedrohung" bezeichnen, wenn wir die schwarze Fahne hissen.

Und die bürgerliche Dekadenz? Seht euch dieses Spektakel an. Prominente, die Angstzustände als Lebensstil verkaufen, Influencer, die denen, die nichts zu essen haben, Resilienz predigen, eine Kultur, die Verzweiflung in Unterhaltung verwandelt. Der Feind ist nicht nur in der Fabrik, der Kaserne oder dem Palast. Er ist in unseren Köpfen, wenn wir glauben, dass es "keinen Ausweg gibt", dass "es eben so ist", dass wir höchstens wählen und beten können.

Lügen.

Die Antwort wird nicht von oben kommen. Das hat sie noch nie. Sie wird von uns kommen, von unseren verschwitzten Fäusten, unseren schmerzenden Rücken, unseren schlaflosen Nächten, in denen wir Planen für Barrikaden nähen oder Flugblätter in der Druckerei des Genossen drucken und dabei unser Leben riskieren. Die Antwort ist Kampf. Und Kampf ohne Organisation ist ein Krampf.

Deshalb möchte ich am 1. Mai 2026 keine institutionellen Flaggen sehen, die von Bürokraten mit Krawatten gehisst werden. Ich will Nachbarschaftsversammlungen sehen, Streikposten vor den Lagerhallen, die noch in Betrieb sind, einen Generalstreik ab 6 Uhr morgens. Ich will Arbeitsniederlegungen, Produktionsausfälle, die ohrenbetäubende Stille der Maschinen, die nur auf Befehl verstummen. Ich will sehen, wie die prekär Beschäftigten - Lieferfahrer, Leiharbeiter, Aushilfskräfte, die "Rechtslosen" - erkennen, dass die Macht auf der Straße liegt, nicht in der App.

Organisation ist nicht Bürokratie. Es bedeutet, den Genossen neben sich zu erkennen, zu wissen, wem man vertrauen kann, wenn Tränengas fällt. Es bedeutet, einen Plan zu haben, einen Widerstandsfonds, eine Druckerei, eine menschliche Kommunikationsbasis. Es bedeutet, von denen zu lernen, die vor uns da waren - den Anarchisten, die in Fabriken, auf Feldern, in Bürgerkriegen gefallen sind - und dies auf unsere Zeit anzuwenden. Der Feind hat künstliche Intelligenz und Satelliten. Wir haben, was sie niemals haben werden: die Gewissheit, dass das Land denen gehört, die es mit ihren Füßen bearbeiten und ihren Schweiß vergießen.

1. Mai 2026: Lasst uns die Welt anhalten. Nicht mit Bitten, nicht mit Petitionen, nicht mit von der Stadtverwaltung genehmigten Demonstrationen. Lasst uns sie mit direkten Aktionen anhalten. Der Tag, an dem keine Lastwagen fahren, kein Müll abgeholt, kein Unterricht stattfindet, kein Geschirr in Restaurants gespült wird. Der Tag, an dem die Bourgeoisie aus dem Fenster schaut und die Stille der stillstehenden Produktion hört - das schrecklichste Geräusch, das es für diejenigen gibt, die von Ausbeutung leben.

Die Prekarisierung des Lebens siegt nur, wenn wir uns mit Krümeln für Frieden zufriedengeben. Kriege dauern nur an, solange die Arbeiterklasse sich für kleine Fahnen gegenseitig umbringt. Dekadenz ist nur erträglich, solange wir uns mit Konsum und Sinnlosigkeit betäuben.

Unser Ruf gilt nicht der "Einbindung" in das System. Unser Ruf gilt dem Ende des Systems.

Organisiert euch oder werdet vernichtet. Kämpft oder verrottet.

1. Mai 2026, die Erde erbebt. Und es wird kein Erdbeben sein. Es werden unsere Schritte auf dem Asphalt sein.

Unsichere Leben, keine Minute länger passiv bleiben. Auf die Straße, Genossinnen und Genossen! Die Zukunft wartet nicht - sie ergreift die Initiative.

Liberto Herrera.

Quelle: https://libertoherrera.noblogs.org/2026/04/27/vida-precaria-punho-erguido-organizar-ou-morrer/ Wir geben den Text wieder, den Genosse Liberto Herrera anlässlich des 1. Mai 2026 auf seiner Website veröffentlicht hat.

https://federacaocapixaba.noblogs.org/post/2026/04/29/vida-precaria-punho-erguido-organizar-ou-morrer/
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