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(de) Brazil, Capixaba, FACA: Der Nebel der NGOs: Sozialleistungen als Instrument von Kapital und Staat (ca, en, it, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
Date
Wed, 14 Jan 2026 08:58:23 +0200
Genossen, die Realität unseres Aktivismus in Espírito Santo ist absurd:
Nichtregierungsorganisationen (NGOs) schießen wie Pilze aus dem Boden,
und anstatt Orte der Befreiung zu sein, fungieren sie als Instrumente
der Vereinnahmung. Sie sind zumeist getarnte Ableger von politischen
Parteien und Kirchen, Strukturen, die nicht die radikale Transformation
der Gesellschaft anstreben, sondern die Aufrechterhaltung eines
Herrschaftssystems. Dies muss entschieden angeprangert werden: NGOs,
insbesondere jene mit Verbindungen zu politischen Parteien, sind ein
organischer Bestandteil des Kapitalismus und werden uns nicht aus seinen
Fängen befreien. Im Gegenteil, sie sind Zahnräder, die die Maschinerie
der Unterdrückung am Laufen halten.
Betrachten wir die mit politischen Parteien verbundenen NGOs. Ihre
Existenz ist zyklisch und wahlkampforientiert. Sie treten als "soziale"
Arme von Parteien auf, die die Kontrolle über den Staat anstreben und im
Austausch für zukünftige Loyalität an der Wahlurne Almosen anbieten. Ihr
Handeln stärkt nicht die Autonomie des Volkes, sondern schafft ein
klientelistisches Abhängigkeitsverhältnis. Sie sind auf den Staat
angewiesen, sei es durch öffentliche Bekanntmachungen, Parlamentsgelder
oder Abkommen - Ressourcen, die dazu dienen, den Einfluss der Partei
auszubauen. Sie sind somit Instrumente, um an die Staatsmacht zu
gelangen und folglich die Mechanismen des Kapitals zu steuern. Sie
kämpfen um ein Stück vom Kuchen, niemals um die Zerstörung des Ofens,
der das Elend erzeugt.
Ähnlich verhält es sich mit kirchlich verbundenen NGOs, die eine tiefere
Kolonisierung betreiben und Wohltätigkeit mit Missionierung vermischen.
Sie nutzen Hunger und Not, um eine religiöse Moral aufzuzwingen und ihre
Anhängerschaft zu vergrößern. Ihre Hilfe ist bedingt, ein
Indoktrinationspaket, das darauf abzielt, die Unterdrückten mit dem
Versprechen himmlischer Belohnung zu besänftigen und den notwendigen
irdischen Aufstand zu unterdrücken. Auch diese Organisationen sind vom
Kapital abhängig, sei es durch Spenden von Großkonzernen, die ihr Image
aufpolieren wollen, oder durch öffentliche Gelder, die sie durch ihren
enormen politischen Einfluss erhalten. Sie sind der "soziale" Arm des
theologischen Kapitalismus, der materielle Not in spirituelle Kontrolle
umwandelt.
Die Lage ist eindeutig: Diese NGOs existieren nicht außerhalb des
Systems. Sie sind für es funktional. Der Kapitalismus, in seiner
neoliberalen Phase, lagert an sie die Aufgabe aus, die brutalsten
Auswirkungen der Ausbeutung abzufedern - ein Palliativ, das soziale
Explosionen verhindern soll. Der Staat wiederum finanziert und reguliert
sie, vereinnahmen potenzielle Zentren des Widerstands und wandelt
Forderungen nach Rechten in handhabbare Projekte um. Sie sind ein
Sicherheitsventil, ein Mittel zur Armutsbekämpfung, ohne die Strukturen
zu verändern, die sie hervorbringen. Während sie Grundnahrungsmittel
verteilen, schweigen sie zum Privateigentum an den Produktionsmitteln.
Wir von der Anarchistischen Föderation von Espírito Santo weisen diese
Nebelkerze zurück. Unser Kampf gilt nicht mehr NGOs, sondern autonomen,
direkten und basisdemokratischen Volksorganisationen. Wir glauben an
direkte Aktionen, an uneigennützige gegenseitige Hilfe, an den Aufbau
von Realitäten, die die Macht von unten heraus herausfordern - ohne
Vermittler, ohne Bosse und ohne Priester. Wir errichten selbstverwaltete
Gemeinschaftsspeisesäle, Gemeinschaftsgärten, territoriale
Verteidigungsgruppen und Studienkreise - unabhängig von Fördergeldern
oder politischen Interessen. Unsere Solidarität basiert auf unserer
Klasse, nicht auf Wohltätigkeit oder Investitionen.
Deshalb lasst uns jene Institutionen entlarven, die sich im Gewand der
Güte kleiden und die Ketten, die uns gefangen halten, nur noch
verstärken. Lasst uns unsere Hoffnung nicht auf institutionelle Retter
setzen. Unsere Befreiung kommt nicht von oben, nicht durch Projekte, die
in einem Politikerbüro oder in der Kurie einer Kirche abgesegnet werden.
Sie kommt aus unserer eigenen Fähigkeit, uns horizontal zu organisieren
und gegen den Staat, das Kapital und all seine Facetten zu kämpfen,
selbst gegen die vermeintlich wohlwollendsten. Wahre soziale
Transformation entsteht aus Autonomie, gegenseitiger Unterstützung und
dem kompromisslosen Kampf gegen jede Form der Herrschaft. Außerhalb der
organisierten Bevölkerung gibt es keine Erlösung!
Capixaba Anarchist Federation - FACA
https://federacaoc.noblogs.org/post/2025/12/12/a-cortina-de-fumaca-das-ongs-o-assistencialismo-como-braco-do-capital-e-do-estado/
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